DAS PROJEKT ZWECKZWEI

Zweckzwei wurde im Rahmen der Zuschussförderung Creative Impact „Kooperationen eingehen“  des Austria Wirtschaftsservice gemeinsam mit einigen wenigen anderen Projekten ausgewählt, und hat damit die finanzielle Grundlage erhalten, im Jahr 2020 fünf bis sieben serienfertigungsreife Prototypen herzustellen.

Ergebnisse

Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit in der Produktion und im Design sind Themen, die uns immer stärker beschäftigen werden. Ein wesentlicher Punkt stellt dabei die innovative Herangehensweise in der Behandlung von Rest-/Wert- und Abfallstoffen aus der Fertigung dar. Der Idealzustand wäre, eine vollständige Kreislaufwirtschaft, durch Rückführen der Materialien in anthropogene Produktionskreisläufe. 

Steinwender e. U. ist seit fast 20 Jahren in dem Schwerpunkt der ökologischen Unternehmensberatung tätig. Bei den Arbeiten für Unternehmen fiel ihm auf, dass Reststoffen aus der industriellen Fertigung zu wenig Beachtung geschenkt wird. Meist liegt der Fokus auf deren kostengünstiger Entsorgung oder Reduzierung auf ihren reinen Materialwert nach dem oft energieintensiven Recycling.

Somit wurde die Idee geboren – aufgrund des Zuganges zu mehr als 40 produzierenden Unternehmen und die Kenntnis um deren zu entsorgende Reststoffe – neue hochwertige Produkte in Kleinserie zu entwickeln, die auf Basis dieser Reststoffe gefertigt werden. Steinwender e. U schafft hier mit ZweckZwei einen weiteren Lückenschluss in der Kreislaufwirtschaft.

Durch die Integration von Innovationsmanagement und Dienstleistungen aus der Kreativwirtschaft, vorwiegend aus dem Designbereich, sollen nicht nur neue Ansätze für Produkte gefunden, sondern diese auch durch entsprechende Designmaßnahmen, sowohl technisch wie auch optisch, zu verkaufsfähigen Produkten weiterentwickelt werden. 

Da uns der Nachhaltigkeitsgedanke am Herzen liegt, wird auch die geplante Fertigung dieser Designprodukte einer strengen ökologischen Betrachtung unterzogen, die vor der Produktion die ökologischen Folgen der Produkte abschätzt und die finalen Produkte selbst entsprechend „ökolabelt“. 

Auch die Gesellschaft selbst profitiert von unserem Ansatz. Hier kann ein Vorzeigemodell in Richtung Kreislaufwirtschaft entstehen und Vorbildwirkung für weitere ökologische Projekte darstellen. 

Ziel dabei ist es nicht zusätzliche Produkte für den Konsumenten zu erzeugen, sondern Produkte zu ersetzen, um so den Einsatz von Primärstoffen zu reduzieren. Angestrebt sind Produkte in Kleinserienmaßstab von ca. 50 bis maximal wenige 100 Stück, die als hochwertige Designerstücke gelten.
Wir wollen mit unserem creat(iv)e solutions Projekt ZweckZwei ein Zeichen setzen, wie wir in einer begrenzten Welt in Zukunft besser wirtschaften können. 

ZweckZwei hat diese Problemstellung aufgegriffen und beschäftigt sich damit, Ideen zu entwickeln, wie aus diesen vermeintlichen Abfällen Wert geschöpft werden kann – ohne den oft energieintensiven Recyclingprozess – und setzt damit ein Zeichen für echte Kreislaufwirtschaft

So entstand der Anspruch, Designgegenstände in Kleinserien zu produzieren – eine sinnvolle, werthaltige Lösung. 

ZweckZwei arbeitet in einem Netzwerk mit Spezialist/innen für Sourcing, Produktentwicklung, Design, technische Umsetzung, Prototypenbau und Nullserienfertigung sowie Serienfertigung. So decken wir vom Aufspüren des Wertstoffs bis hin zum fertigen Designteil alles ab. Gemeinsam Werte schaffen – Sie möchten Teil von ZweckZwei werden?

Wir setzen uns mit unterschiedlichsten Wertstoffen auseinander – so arbeiten wir mit Kunststoff-Metall, Halbzeug-Modulen, Holz, Textilien etc. Daraus wird im Ideenfindungs- und Designprozess ein einzigartiges Designobjekt entwickelt. Im Zusammenspiel mit regionalen Partnern, deren gelebten Werte zu uns passen, entwickeln wir die Serienreife und fertigen schlussendlich.

Aktuell wurden von uns bereits fertigungsbereite Produkte (Cocktailkarte und Lampen aus Abfällen aus der Dichtungsherstellung und Altstoffrecycling) erarbeitet. Derzeit führen wir Designstudien aus den Bereichen Wandensemble, Spiel, Instrumente und Energie (Sonnenspeicher) durch. 

Mehr zu den Entwicklungsergebnissen